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Mein Xray M18

Jan 2013

In den ganzen Jahren meiner Großmodellfahrerei habe ich für den Winter ein Ersatzfahrzeug besessen. Einen 1zu10er HPI RS4 Pro und einen WWS 1zu24.
Wirklich viel war ich Anfangs mit dem WWS unterwegs, auch teilweise in Gelnhausen, auch auf Rennen.

Irgendwann faszinierte mich jedoch der XRAY M18, so musste dieser her.

Mit dem Allradgetriebenen M18 konnte ich auf den 1zu24 Bahnen präziser fahren als mit dem WWS 1zu24, von daher waren die kleinen Bahnen die ich besuchte kein Problem.

In den Anfangszeiten des M18 fuhr ich mit Hohlkammerreifen von HPI und einem 180er Motor. Moosgummis und 300er Motoren gab´s eigentlich nicht, erst nach einiger Zeit.
So wurde nach und nach aufgerüstet und entschieden was brauchbar ist, was überflüssig, was tut und was nicht.

Das Endergebnis meiner jahrelangen Laienversuche auf kleinen Bahnen für 1zu24 bis 1zu18 ist Folgendes:

Mit dem M18 mit Kunststoffchassis tut man sich einfacher als mit dem M18Pro mit Carbonchassis.
Das weichere Auto hat ein höheres Griffniveau, verzeiht mehr Einstellfehler und es stempelt etwas weniger, wenn man das Auto in die Kurve wirft.

Natürlich habe ich den M18 auch etwas aufgetunt:

Der 180er musste weichen, ein Speed 300 6V mit Alumotorträger und Kühlkörper wird jetzt eingesetzt, die Übersetzung scheint von 13/42 bis 16/42 im Zusammenhang mit meinem 5-Zelligen 1400er NiMh optimal.
Als Regler kommt der nicht mehr erhältliche GM SX3-R zum Einsatz.

Als Servo nutze ich das Graupner DS368 welches zwar etwas langsam ist, allerdings scheinen die Graupner Servos mechanisch die Einzigen zu sein, die meinen Fahrstil ohne Servosaver überleben. Mit Servosaver war mir das Fahrverhalten zu indirekt. Ich habe kein Expo und keine Lenkgeschwindigkeitsveränderung programmiert, genauso nutze ich meist den vollen Lenkausschlag.

Am Auto selbst habe ich die einstellbare Spurstange vorne verbaut, die einstellbaren Kugeldiffs vorne wie hinten (anfangs aus Alu vom Tuner, das Kunststoff von XRAY scheint hier haltbarer) und natürlich das einstellbare Vorspurset.
Außerdem besitze ich den vorderen und hinteren Federnsatz von Atomic zur Feinabstimmung.
Querlenker fahre ich vorne die Originalen mit 12 Grad Nachlauf, die 6 Grad des M18Pro wurden von mir getestet, haben mir aber nicht so zugesagt.
Die Aufsteckfelgen waren keine Dauerlösung, so wurden Adapter für die Schraubdiskfelgen verbaut.

Inzwischen fahre ich immer mit Moosgummireifen, immer ungeschmiert.
Entweder von XRAY oder von CS-Electronic, hinten von 32 Shore bis 36 Shore, vorne von 48 bis 42 Shore. Beide Hersteller bieten den Reifen fertig verklebt auf weisser Felge zum Preis um 7€/Paar an.
Die XRAY-Reifen sind im Durchmesser sehr groß und kantig, und haben ein sehr hohes Griffniveau. Die von CS sind deutlich kleiner, rundlich geschliffen und sind dadurch sehr viel weicher zu fahren, allerdings ist das Griffniveau nicht ganz so gut, und die Haltbarkeit durch die geringe Materialstärke auch begrenzter als die des XRAY-Reifens.

Karosserien wurden verschiedenste probiert.
Der Ferarri360, der Toyota TS030 Le Mans, der selbstgebaute DTM AUDI TT-R und der Mazda6 vom M18Pro.
Alles funktioniert, aber jede Karosserie fährt anders. Sehr ausgewogen und mein Favorit bezüglich der Handhabung ist und bleibt der Mazda, weil er mit seiner Runden Nase, einem tollen Spoiler nicht nur für ein neutrales Fahrverhalten sorgt, sondern auch am unempfindlichsten bei Crashs ist.

Abgestimmt wird mein M18 über die Reifenwahl und die Federn. Vorspur und Nachspur bleiben aktuell unangetastet.

Mein Fazit:
Der M18 ist schon "aus der Tüte" heraus ein tolles Fahrzeug, welches sehr durchdacht und sinnvoll aufgebaut ist. Alles funktioniert schon serienmässig sehr gut, und mit den o.g. Tuningmaßnahmen macht man aus dem Winzling eine ernstzunehmende Rennmaschine.
Carbonchassis und -teile, Brushlessmotor, LiPo-Akkus und einstellbare Öldämpfer braucht man nicht, um auf den passenden Strecken schnell zu sein. 
Auf 1zu10er Bahnen hat man immernoch die Option, auch den Speed 300 6V mit 6 Zellen zu bewegen, also auch hier ist ein Brushlessantrieb kaum vonnöten.

       
 
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